Zwerge
Die Zwerge und Zwerginnen leben bereits länger im Gebiet des Königreich Wehselands als es existiert. Bevor die Siedler und Siedlerinnen nach dem Zug der Fürsten aus ihrer alten Heimat im Westen kamen und ihr Königreich gründeten, waren unter anderem die Petragenten bereits besiedelt durch einige Zwerge und Zwerginnen. Unter der Erde betreiben sie eine komplexe Gesellschaft mit fortschrittlicher Technologie.
Physiognomie
Zwerge und Zwerginnen sind physisch sehr unterschiedlich. Einer alten Legende zufolge hängt ihre Hautfarbe von den Metallen ab, die in den Minen ihrer Geburt dominieren. Kupferminen sorgen für eine bräunliche Haut, Eisen für einen rötlichen Schimmer, und Mithril- sowie Silbervorkommen für weiße Haut. Diese Erklärung aus den ältesten Tagen wird von vielen Zwerge und Zwerginnen bezweifelt. Sie sind äußerst resistent gegen extreme Temperaturen, benötigen jedoch mehr Nahrung als andere Völker.
Geschichte
Die Geschichte der Zwerge und Zwerginnen im Wehseland ist lang und faszinierend. Sie lebten hier bereits weit vor den menschlichen Siedlern und Siedlerinnen. Mit der Ankunft der Menschen im Wehseland vor 80 Jahren wurden die Petragenten, das Hauptsiedlungsgebiet der Zwerge und Zwerginnen, in das Herzogtum Silberstein integriert. Dieser Zusammenwuchs brachte den Zwergen und Zwerginnen besondere Privilegien, politische Mitsprache und Veto-Rechte.
Seither sind sie rege in den Binnenhandel des Herzogtums eingebunden, entrichten - in verringertem Maße - Abgaben und geben die Zusicherung, bei der Verteidigung Silbersteins mitzuwirken. Außerdem mischten sich einige Zwerge und Zwerginnen unter die vorwiegend Bevölkerung, indem sie beispielsweise die Dorfschmiede übernahmen oder erweiterten.
Gesellschaft
Viel ist nicht bekannt über den internen Aufbau der zwergischen Gesellschaft. Lediglich, dass sie wohlhabend sind und ein hohes Alter erreichen, ist Außenstehenden bekannt. Außerdem verteidigen sie ihre unterirdischen Städte vehement und mit großer Stärke.
Oberirdische Beziehungen
Im Zuge ihrer Allianz mit den Herzogen von Silberstein haben Zwerge und Zwerginnen als Spezies besondere politische Rechte erhalten im Wehseland. Diese privilegieren sie geringfügig gegenüber den Menschen, was das Unverhältnis von Menschen zu Zwergen und Zwerginnen kompensieren soll. Außerdem hat der Austausch dazu geführt, dass sie einen besseren Zugang zu Lebensmitteln erhalten habe. Dadurch ist die Zahl der Hungersnöte stark zurückgegangen.
Ihre Allianz mit den Menschen des Wehselands ist stark, jedoch bleiben sie ihrer Jahrtausende alten Tradition treu, nicht viel von sich bekannt werden zu lassen. Viele ihrer technologischen und magischen Kenntnisse bewahren sie im Geheimen. Selbst Zugezogene erhalten nur so viel Einblick in ihre Gesesellschaft wie sei benötigen.
Unterirdische Lebensweise
Die meisten Zwerge und Zwerginnen leben unter der Erde. Ihre Siedlungen werden durch komplizierte Glasröhren beleuchtet, die eine phosphorizierende Flüssigkeit transportieren und die Gänge in diffuses bläuliches Licht tauchen. Licht- und Belüftungsschächte sorgen zudem für eine angenehme Atmosphäre. Ihre Nahrung besteht aus Tieren und Pilzen, die in den Höhlen gedeihen. Daneben werden Tiere gehalten, deren Produkte vielfältig genutzt werden.
Technologie
Technologisch sind die Zwerge und Zwerginnen sehr fortschrittlich. Sie bauen mechanisch höchst komplizierte Gerätschaften wie bewegliche Prothesen, Schaufelantriebe für Schiffe, chemische Leuchtstoffe und bewohnbare unterirdische Städte. Diese Technologien halten sie jedoch geheim und enthüllen sie nur bei äußerstem Bedarf. Ihre Städte und Dörfer sind unterirdisch miteinander verbunden, was es ihnen ermöglicht, im Falle einer Bedrohung schnell zu reagieren und die Stärke der lokalen Truppen zu erhöhen. Es ermöglicht außerdem, der Bevölkerung eine schnelle Flucht zu ermöglichen.
Religion
Religiös sind die Zwerge und Zwerginnen teils dem wehseländischen Pantheon zugewandt. Diejenigen, die sich der Götterwelt der menschlichen Nachbarn zugewandt haben, halten sehr viel auf Jord, Ishtus, Alydia, Hamrad, Salim und Hami. Deren Darstellungen finden sich in einigen zwergischen Siedlungen in Silberstein
Ein großer Teil der Zwerge und Zwerginnen erkannt das Pantheon nur als Teil einer größeren spirituellen Welt an. Sie halten an einer zwergischen Vorstellung eines anhaltenden Plenums fest, in dem das Schicksal der Welt in einer niemals endenden Ratssitzung verhandelt wird. Die Gottheiten sind alle verehrten Wesen und Figuren. Sie setzen sich ein für ihre jeweiligen Völker und verschieben damit die göttlichen Plän.