Schatzmeister
Als Schatzmeister oder -meisterin werden an vielen Höfen die Personen bezeichnet, denen die Verwaltung der Gelder und sonstiger Vermögenswerte zufällt. Sie sind oft in sehr engem Austausch mit ihren Herrschern und Herrscherinnen.
Historischer Bedeutungsgewinn
Erstmals benannt worden sind die Schatzmeister und -meisterinnen im 3. Jahrhundert vor der Gründung des Wehselandes. Sie haben sich aus den Kassenmeistern und -meisterinnen entwickelt, die bis dato in den Tempelkammern die Reichtümer von Tempel und Adel aufbewahrten. Erstere nahmen dabei die Funktion einer Kasse an, die diese Reichtümer auch zur Vergabe von Darlehen nutzen durfte. Mit einer Erhöhung des Münzgeldverkehrs waren die Fürsten und Fürstinnen immer häufiger darauf angewiesen, dass sie ihre Schätze selbst verwalteten. Hierbei rekrutierten sie aus den Reihen der Kassenmeister und -meisterinnen.
Aufgaben
Neben der Verwaltung der Edelmetall- und Münzvorräte obliegt es den Schatzmeistern und -meisterinnen auch, deren Verwendung zu planen. Sie tendieren häufig zu einer pessimistischen Grundhaltung und raten meist zu Sparsamkeit. Sie sind in nahezu alle Bereiche des politischen Lebens involviert, da alle anderen Ratgeber und -geberinnen Geldmittel benötigen.
Amtierende Schatzmeister und -meisterinnen
Die Besetzung der wichtigsten Hofämter der Herzogtümer und des Königreichs ist allein durch ein- und ausgehende Korrespondenzen gemeinhin bekannt. Die hohen Adligen kennen vielleicht nicht alle auswendig, haben aber fast immer Leute bei ihrer Seite, die dieses Wissen haben.
| Hof | Amtsinhaber oder Amtsinhaberin | Zeitpunkg der Einsetzung |
| Wehseland | Heinrich Haale | 65 nGW |
| Aldenburg | Dono vom weißen Rinn | 56 nGW |
| Blômetal | Indilwë die Elbin | 35 nGW |
| Klingenfurth | Karola von Sturn | 79 nGW |
| Silberstein | Nofa Simmerstein | 11 nGW |