Orakel von Regensprun
In der Nähe des kleinen Ortes Regensprun im Freiherrentum Lauterswell im Herzogtum Aldenburg steht ein Tempel, weil dort zahlreiche Visionen empfangen wurden.
Ursprünglicher Ort
Als die ersten Wehseländer und Wehseländerinnen nach dem Zug der Fürsten unter anderem in Aldenburg sesshaft wurden, fanden sie in einem versteckten kleinen Tal nahe des Dorfes Regensprun ein Moor. Aus diesem Moor gingen die seltsamsten Dämpfe hervor. Vorerst wurde dem wenig Beachtung geschenkt.
Visionen und Orakelsagung
Im Laufe der Zeit kamen immer wieder Seher und Seherinnen zu diesem Ort und erhielten Visionen über kommende Ereignisse. Als sich diese vermehrt als wahr herausstellten, wurde eine Orakelpriesterin von Kuma an diesen Ort gebracht. Und sie gab vielen Edelleuten Weissagung, häufig in rätselhafter Form, doch sie bewahrheiteten sich stets.
Tempelbau
Unter Siegfried von Aldenburg wurde schließlich beschlossen, einen Tempel zu errichten, der Kuma geweiht sein sollte. Eine Fügung des Schicksals, so schien es, rief drei Reisenden aus fernen Landen auf den Plan. Diese sagten, sie seien ausgesandt worden von den Göttinnen ihres Landes, um einen Tempel für eine große Gottheit in der Ferne zu errichten. Um die Göttin des Schicksals, Kuma, nicht zu verärgern, wurden die gerade zum rechten Zeitpunkt erschienen Baumeisterinnen in den Tempelbau einbezogen. Seither steht der außergewöhnlichste Tempel im ganzen Wehseland in der Nähe eines kleinen Ortes in Aldenburg.