Katheopheia vom grünen Fels
| Name | Katheopheia Thusnelda Hildegyth |
| Spitznamen | Katha, Fee |
| Titel | Schatzmeisterin von Aldenburg, ehemalige Priesterin im Numismata-Tempel zu Seelbrunn |
| Bei- und Ehrennamen | die Berechnende |
GRUNDLEGENDES
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| Spezies | Mensch |
| Geschlecht | Weiblich |
| Geburtstag | 3.8.48 nGW |
| Hautfarbe | Weiß |
| Haarfarbe | Dunkelbraun |
| Augenfarbe | Braun |
| Händigkeit | Rechtshänderin |
PERSÖNLICHES UMFELD
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| Heimatland | Königreich Wehseland |
| Heimatprovinz | Herzogtum Aldenburg |
| Heimatstadt | Maane |
| Haus | vom grünen Fels |
| Eltern | (7.6.17 nGW), (23.9.18 nGW) |
| Geschwister | (17.6.46 nGW) |
| Wohnort | Seelbrunn und Aldenburg |
| Verehrte Gottheiten | Numismata, Ferasi, Alydia |
| Vermögen | |
BERUFUNG
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| Erwerbstätigkeit | Bänkerin |
| Fähigkeiten | Schreiben, Lesen, Rechnen |
| Ausrüstung | Federkiel und Pergament, Feinwaage, Geld |
| Wissen | Wechselkurse, Münzbestimmung, Handelsentwicklungen |
Als drittes Kind von [[ und [[ ist Katheopheia in die turbulenten Familienverhältnisse einer verarmten Adelsfamilie geboren worden. Über die Verbindungen der Familie ist sie in einem Alydia geweihten Tempel aufgewachsen und ausgebildet worden.
Familie
Die vom grünen Fels waren ursprünglich eine Patrizierfamilie, die bereits in der alten Heimat in den niedrigsten Adelsrang erhoben wurden und bis heute den rechtmäßigen Anspruch auf das Freiherrentum Grünfels behaupten. Mit dem Einsatz eines Großteils ihres Vermögens für den Zug der Fürsten haben sie sich eine der ersten Grafschaften in den neuen Gebieten verdient, die Markgrafschaft Waienburg in Aldenburg.
Zwar verschaffte die Adelung Katheopheias Ahnen und Ahninnen hohes Prestige, aber mit der Lage ihres Herrschaftsraums im Westen Aldenburgs waren sie alles andere als zufrieden. Sie waren Kaufleute, die durch den Fernhandel zu großem Reichtum gelangt waren. Notgedrungen bauten sie Handelsrouten gen Westen über die Rounesse auf.
Mit der Investition der verbliebenen Mittel schaffte es Amaro Markgraf von Waienburg, die Erzeugnisse seiner Ländereien gewinnbringend nach Westen zu verkaufen. Seine Tochter und Nachfolgerin Theophanu Margräfin von Waienburg konnte den Einfluss der Familie vom grünen Fels erheblich steigern, indem sie zunächst in den Aufbau lokaler Tempel investierte. Nachdem der Klerus auf ihre Wohltätigkeit und ihr Vermögen aufmerksam geworden war, vergaben die vom grünen Fels bald auch Kredite an den klerikal besetzten Aldenburger Senat und die wichtigsten Hierarchien des Herzogtums.
Mit Daimon Markgraf von Waienburgs Herrschaft setzten diverse Schicksalsschläge dem Markgrafengeschlecht zu. Beim Laithagener Latrinensturz kam der Nebenstrang der Familie ums Leben, der in Parlamon versuchte, im Fernhandel erneut Fuß zu fassen. Waienburg wurde nacheinander von einer Seuche und einer Dürre heimgesucht, was viele Bauern und Bäuerinnen zur Flucht oder zum Fluchtversuch veranlasste. Der Verlust zahlreicher Handelsschiffe besiegelte den wirtschaftlichen Ruin.
Zeitgleich mit Katheopheias Geburt wurden weite Teile des Waienburger Landes verpfändet. Ihre Cousine Amalie Markgräfin von Waienburg versucht seither, die Schäden zu beheben und den Stand der Familie zu konsolidieren. Ihr hat Katheopheia ihre Ausbildung im Klosterstift bei Arnimm zu verdanken.
Lebenslauf
Geboren wurde Katheopheia auf der Burg Maane in den Höhen. Auf dem zur Burg gehörigen Gutshof lebte sie ihre ersten Jahre und lernte die Arbeit in den Ställen, auf den umliegenden Feld und bei Hof kennen. In der hügeligen Vorgebirgsgegend lernte sie schwimmen und reiten. Mit sechs Jahren wurde sie nach Arnimm geschickt, wo sie von den Gelehrten unterwiesen werden sollte.
Während ihrer Zeit in der Klosterschule lernte sie einerseits Lesen und Schreiben anhand alter Texte. Zeitgleich brachte sie sich früh in die Verwaltung des Stifts ein und konnte ihren Verstand gewinnbringend einsetzen. Ihr großes Talent im Umgang mit Zahlen und Wirtschaftsabläufen wurde von den Gelehrten des Tempels gefördert, wodurch schließlich Astrid die Ältere, Hierarchin von Seelbrunn, auf Katheopheia aufmerksam wurde. Mit sechzehn Jahren holte sie sie nach Seelbrunn, wo sie Einblick in die Verwaltung des Hierarchions erhielt. Außerdem wurde sie von Tutoren und Tutorinnen in ihren Interessensfeldern gefördert.
Nach ihrem intensiven Studium kehrte sie für ein Jahr nach Maane zurück, um ihre Familie nach bestem Wissen zu unterstützen. Bei dieser Gelegenheit lernte sie ihre Cousine, die Markgräfin Amalie, erstmals persönlich kennen. In einigen Unterredungen am Rande des Hofes zu Maane konnte sie Katheopheias Talent für Wirtschaftsabläuf erkennen.
Die Markgräfin begab sich nach jenem Hoftag nach Seelbrunn und verhandelte lange mit der dortigen Tempelfürstin. In Absprache mit dem Seelbrunner Tempelkapitel wurde Katheopheia vom grünen Fels zur Priesterin der Göttin Numismata berufen. Das ermöglichte es dem Senat in Seelbrunn wiederum, sie in seine Reihen zu berufen.
In dieser Zeit lernte Katheopheia die Abgründe der Politik kennen. Der Senat war als geistliche Kontrolle über die Gesetzgebung eingesetzt, aber in der Regel hing die Zustimmung zu Gesetzesvorhaben des Aldenburger Hoftags von wirtschaftlichen Zuwendungen ab. Anfangs war sie entsetzt über dieses Treiben. Sie überlegte, ihr Amt niederzulegen und sich wieder dem familiären Wirtschaftstreiben zuzuwenden. Dies wusste ihre Cousine Amalie jedoch ihr jedoch auszureden.
Mit den Jahren verstand Katheopheia, dass durch das komplexe Tauziehen zwischen Klerus und Adel ein gewisser Status Quo in Aldenburg bewahrt wurde, in dem die Interessen aller bedacht wurden. Der Glaube an das Pantheon brauchte mehr Mittel als durch die üblichen Abgaben zusammenkamen. Gleichzeitig wahrte der Klerus in äußerst kritischen Fällen durchaus seine Aufsichtsfunktion.
Als sie das Gefühl hatte, ihrer Rolle als Tempelherrin, Senatorin und Mitglied ihrer Familie endlich gerecht zu werden, sollte sich abermals alles ändern. Sie wurde als Priesterin abberufen, der Herzog verlieh ihr ein neu gegründetes Freiherrentum, das nicht größer war als ein Bauernhof, und berief sie im Jahre 78 nGW zur Schatzmeisterin als Teil seiner Hofämter. Einige Wochen nach ihrer Eingewöhnung enthüllt ihr Amalie, dass sie diese Position von Anfang an für sie vorgesehen hätte und nur auf das Ableben Meister Donos gewartet hätte.
Aufgrund ihrer zahlreichen Kenntnisse ist Katheopheia Amalies rechte Hand, wenn es um die Wirtschaftsführung der verbliebenen Familiengüter geht. Nach einigen erfolgreichen Ernten beschließen sie, dass es angesichts ihrer Position gut wäre, das Geschäft des Geldverleihs wieder zu einem wichtigen Familienbetrieb zu machen.
Wappen
Von blau und rosa gespalten mit je pfahlweise drei goldenen Sternen. Der Schild wird von einem Fisch und einem Pinguin gestützt. Ein Bügelhelm mit blau-goldener Helmzier ruht auf dem Schild. Über dem Wappen ist ein Pergament mit der Aufschrift: Katheopheia vom grünen Fels. Darunter ein Pergament mit dem Motto: In Mundo Iniquo Non Expedit Inaequalitatem Tantum Tolerare (übersetzt: In einer ungerechten Welt genügt es nicht, die Ungleichheit zu dulden).[1]
Katheopheia hat bei ihrer Berufung zur Priesterin ein persönliches Motto gewählt, welches das ursprüngliche Familienmotto leicht umstellt. Das alte Motto lautete:
In Mundo Iusto Expedit Aequalitatem Tantum Tollere (übersetzt: In einer gerechten Welt ist es ratsam, nur die Gleichheit zu beseitigen)[2]
Die Aequitas meint in beiden Fällen die finanzielle Gleichheit. Das Motto der alteingessenen Händler und Händlerinnen meint, dass sie in einer gerechten (d.h. in einer mit dem Adel gleichgestellten) Welt in der Lage wäre, die bestehende Gleichheit zu ihren Gunsten aufzulösen. Katheopheia hat sich entschlossen zu betonen, dass in der ungerechten (d.h. in unterschiedlichen Ständen geordneten) Welt es nicht in Ordnung ist, diese Ungleichheit zu dulden.
Das ursprüngliche Motto spricht von der Hoffnung einer aufstrebenden Familie auf den sozialen Aufstieg. Katheopheias Motto kritisiert dagegen die Gesellschaft und deren Verteilung weltlicher Güter. Gleichzeitg bleibt die Kritik kryptisch genug, um auch als bloßer Impuls für mehr Gerechtigkeit in der Welt gelesen werden zu können.
Ziele und Absichten
Katheopheia teilt die Absichten ihrer Cousine, das Haus vom grünen Fels wieder zu Ansehen zurückzuführen. Amalies Mittel und Wege erscheinen ihr dagegen häufig zu skrupellos. Nichtsdestotrotz bilden die beiden ein erfolgreiches Gespann. Katheopheia hofft, ihre neu gewonnene Position nutzen zu können, um nicht nur die Position, sondern auch die Ehre ihrer Familie wiederherzustellen. Sie sind schließlich seit einigen Generationen Teil des Adels und nicht bloße Geschäftsleute.
Abenteuer und Erlebnisse
Quellen
[1] Blasonierung des Wappens der ehemaligen Numismata-Priesterin Katheopheia im Aldenburger Schildbuch.
[2] Motto der Familie vom grünen Fels im wehseländischen Schildbuch.