Hierarchion: Unterschied zwischen den Versionen

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== Zusammensetzung und Aufgaben ==
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Hierarchien als Grundordnung des [[wehseländischer Klerus|Klerus]] existierten bereits in der [[Der ferne Westen|alten Heimat]], waren dort jedoch wesentlich strikter organisiert und hatten stärkere militärische Macht. Im Laufe der [[Die Große Wanderung|großen Wanderung]] entschieden sich die mitgereisten Kleriker und Klerikerinnen zu einer gründlichen Neuorganisation. Die Hierarchien sollten vor allem eine geistliche Verwaltungseinheit, kein weltliches Fürstentum sein. Mit diesem Vorschlag stießen sie bei den mitgereisten Fürsten und Fürstinnen auf großes Wohlwollen.
Hierarchien als Grundordnung des [[wehseländischer Klerus|Klerus]] existierten bereits in der [[Der Ferne Westen|alten Heimat]], waren dort jedoch wesentlich strikter organisiert und hatten stärkere militärische Macht. Im Laufe der [[Die Große Wanderung|großen Wanderung]] entschieden sich die mitgereisten Kleriker und Klerikerinnen zu einer gründlichen Neuorganisation. Die Hierarchien sollten vor allem eine geistliche Verwaltungseinheit, kein weltliches Fürstentum sein. Mit diesem Vorschlag stießen sie bei den mitgereisten Fürsten und Fürstinnen auf großes Wohlwollen.


Der genaue Aufbau der Infrastruktur eines Hierarchions ist ein Zusammenspiel zwischen den verschiedenen klerikalen Rechtsordnungen und den lokalen Gegebenheiten. Diese variieren teils erheblich. Während es in [[Parlamon]] 6 Hierarchien gibt, die sich über ihre Zuständigkeiten nicht selten uneinig sind, besteht zwischen den 4 Hierarchien in [[Herzogtum Aldenburg|Aldenburg]] große Eintracht.
Der genaue Aufbau der Infrastruktur eines Hierarchions ist ein Zusammenspiel zwischen den verschiedenen klerikalen Rechtsordnungen und den lokalen Gegebenheiten. Diese variieren teils erheblich. Während es in [[Parlamon]] 6 Hierarchien gibt, die sich über ihre Zuständigkeiten nicht selten uneinig sind, besteht zwischen den 4 Hierarchien in [[Herzogtum Aldenburg|Aldenburg]] große Eintracht.

Version vom 21. Juni 2024, 14:25 Uhr

Datei:Hülfhaus.png
Der Haupttempel des Hierarchion Hülfhaus

Ein Hierarchion (Pl. Hierarchien), auch Sprengel, ist ein der Herrschaftsbereich klerikaler Fürsten und Fürstinnen, der Hierarchen und Hierarchinnen. Im Herzogtum Klingenfurth werden sie als Tempelprovinzen oder Glaubensdomänen bezeichnet. Die Bezeichnung Hierarchion geht auf hieros (heilig) und archion (Herrschaft) zurück. Die Ausdrücke Provinz, von provincia (Amtsbereich) bzw. Domäne, von dominium (Herrschaft), hingegen verweisen auf deren militärische Aufgaben, die sie im Osten verstärkt wahrnehmen.

Zusammensetzung und Aufgaben

Hierarchien als Grundordnung des Klerus existierten bereits in der alten Heimat, waren dort jedoch wesentlich strikter organisiert und hatten stärkere militärische Macht. Im Laufe der großen Wanderung entschieden sich die mitgereisten Kleriker und Klerikerinnen zu einer gründlichen Neuorganisation. Die Hierarchien sollten vor allem eine geistliche Verwaltungseinheit, kein weltliches Fürstentum sein. Mit diesem Vorschlag stießen sie bei den mitgereisten Fürsten und Fürstinnen auf großes Wohlwollen.

Der genaue Aufbau der Infrastruktur eines Hierarchions ist ein Zusammenspiel zwischen den verschiedenen klerikalen Rechtsordnungen und den lokalen Gegebenheiten. Diese variieren teils erheblich. Während es in Parlamon 6 Hierarchien gibt, die sich über ihre Zuständigkeiten nicht selten uneinig sind, besteht zwischen den 4 Hierarchien in Aldenburg große Eintracht.

Alle Hierarchien haben einen Haupt- und mehrere Nebentempel, wobei Tempel nicht im Sinne des Gebäudes sondern der Institution zu verstehen ist. In einigen Fällen sind die Hierarchien nach diesen benannt, häufiger jedoch nach den Ortschaften, in denen die Tempel liegen. Die Haupttempel sind in fast allen Fällen auch der Sitz der jeweiligen Tempelkapitel, die den Hierarchen oder die Hierarchin in ihren Aufgaben unterstützen.

Die Hierarchien sind dafür zuständig, den Glauben im Wehseland aufrechtzuerhalten. Dabei ist unerheblich, welcher Gottheit der jeweilige Haupttempel gewidmet ist. Meist handelt es sich bei den größeren Haupttempeln ohnehin um Anlagen, die mehreren Gottheiten zugehörig sind. Das prominenteste Beispiel ist das Hierarchion des Hauses der Götter, das allen Gottheiten und den Ursprünglichen gewidmet ist. Von den Haupttempeln und damit den Tempelkapiteln gehen, in Rücksprache mit den Klerikern und Klerikerinnen der jeweiligen Gottheiten, wichtige religiöse und liturgische Entscheidungen aus. Auch die Ausbildung der Priester und Priesterinnen verläuft entlang von Kurrikulen, die mit den Tempelkapiteln abgestimmt werden. Davon ausgenommen sind die Gottheiten, deren Verehrung inoffiziell erfolgt. Beispielsweise die des Kriegsgottes Antryor. Die wichtigste Kernaufgabe der Hiearchien besteht wie die der Tempel darin, die regelmäßigen Opfergaben, Gebete und sonstigen Formen der Verehrung für die Götter und Göttinnen aufrecht zu erhalten.

Daneben erfüllen die Hierarchien die Aufgabe, das Wissen innerhalb des Königreichs zu bewahren. Sie stellen außerdem den Hauptkommunikationsweg für den König des Wehselandes und die Herzoge dar. Außerdem sind die einzelnen Hierarchen und Hierarchinnen ihrerseits selbst Fürsten und Fürstinnen über die direkten Tempelgüter. Sie sind in dieser Hinsicht in die Lehensstruktur des Wehselandes eingebunden, auch wenn ihre religiöse Autorität oftmals viel weiter reicht.

Wehseländische Hierarchien

Die Grenzen der Tempelgüter sind klar abgesteckt. Oft handelt es sich dabei um nicht mehr als um ein paar Gehöfte. Neben dem Einkommen durch diese direkten Besitztümer erhalten die Haupttempel einer Gottheit, im Sinne der größten Stätte der Verehrung, auch ein Zehntel der Einnahmen aller ihr zugeordneten Tempel. Da es sich bei den meisten Haupptempeln der Hierarchien oftmals auch um Haupttempel für eine oder mehrere Gottheiten handelt, kommen so erhebliche Gelder zusammen.

Der religiöse Einfluss der Hierarchien reicht jedoch weit über diese weltlichen Grenzen hinaus. Über die Benennung und Prüfung von Priestern und Priesterinnen, über die Vorgabe liturgischer und religiöser Leitlinien beeinflussen sie auch Ortschaften außerhalb ihrer Herrschaft. Dabei gehen einige Hierarchien auch über die Grenzen des Wehselandes hinaus, indem sie in angrenzenden Gebieten religiöse Dispute beilegen oder Kleriker und Klerikerinnen dorthin entsenden.

Eine Übersicht der wehseländischen Hierarchien

Hierarchion Schœnblick im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Friedensschrein im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Bredom im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Hülfhaus im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Birsberg im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Greenbach im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Nordparlamon in Parlamon
Hierarchion Sülphen im Herzogtum Klingenfurth
Hierarchion Meddeln im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Lewasforst in Parlamon
Hierarchion Westerhain in Parlamon
Hierarchion Haus der Götter in Parlamon
Hierarchion Uffer in Parlamon
Hierarchion Weerhain in Klingenfurth
Hierarchion Geramshain in Klingenfurth
Hierarchion Südschrein in Parlamon
Hierarchion Dempeln im Herzogtum Klingenfurth
Hierarchion Huldburg im Herzogtum Klingenfurth
Hierarchion Warristembel im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Seelbrunn im Herzogtum Aldenburg
Hierarchion Glisserach im Herzogtum Aldenburg
Hierarchion Osserbaum im Herzogtum Aldenburg
Hierarchion Wenberg im Herzogtum Blômetal
Hierarchion Suderhud im Herzogtum Silberstein
Hierarchion Ummerhain im Herzogtum Klingenfurth
Hierarchion Haus der Zuflucht im Herzogtum Klingenfurth
Hierarchion Maneflu im Herzogtum Aldenburg
Hierarchion Velden im Herzogtum Blômetal
Hierarchion Simmer im Herzogtum Blômetal
Hierarchion Vesis Wacht im Herzogtum Blômetal

Geschichte der Hierarchien

Die Hierarchien des Wehselandes waren von Beginn an darum bemüht, den Adel größtmöglich zu stützen. In allen 4 Herzogtümern haben sie sich daher den lokal vordringlichsten Aufgaben angenommen, die anfielen.

Die Hierarchien des Herzogtums Aldenburg sind besonders bemüht, den wehseländischen Glauben auch unter den nicht-menschlichen Wesen zu verbreiten. Besonders der Austausch mit den Elfen und Alben, aber auch der mit Halblingen und Zwergen und Zwerginnen hat sich als fruchtbar erwiesen. Die Kleriker und Klerikerinnen werten die Aufnahme einzelner Gottheiten oder die Übernahme bestimmter Glaubensvorstellungen als Teilerfolg. Außerdem ist die Weitergabe der wehseländischen Religion frei von jedem Zwang oder Gewalt.

Die Hierarchen und Hierarchinnen des Herzogtums Silberstein sind seit ihrer Gründung bemüht, die Kulte der Dörfer und Gehöfte aufzugreifen und mit den überlieferten Glaubensvorstellungen in Einklang zu bringen. Sie sind sehr um die Bewahrung der Vorstellung einer Gemeinschaft bemüht, was sie durch eine starke Wohltätigkeit, regelmäßige Andachten und Gottesdienste sowie die Förderung von Festen betreiben. Insbesondere die Umwidmung existierender Traditionsfeste zugunsten wehseländischer Gottheiten ist ein beliebtes Mittel.

Im Herzogtum Blômetals sind die Hierarchien bemüht um die Förderung von Kunst und Kultur. Auch der Erhalt der Natur ist ein Anliegen der Kleriker und Klerikerinnen. Finanziell unterstützen sie die Künstler und Künstlerinnen, die in andere Herzogtümer ziehen, um dort die Motivation zur Arbeit oder zum Kriegsdienst zu erhöhen.

Das klingenfurther Herzogtum ist sehr stark von militärischen Konflikten geprägt. Sowohl Fehden zwischen den verschiedenen Adelsfamilien als auch die Bedrohung östlich des Wehselandes führen zu regelmäßigen Kämpfen. Viele der Haupttempel der Hierarchien liegen nahe der östlichen Grenze. Sie unterhalten in der Regel eigene Krieger und Kriegerinnen, die die Truppenverbände des Adels und der lokalen Bevölkerung nach besten Möglichkeiten unterstützen. Oftmals tragen sie beispielsweise Schilde, auf denen die Symbole beispielsweise des Kampfgottes Geram abgebildet sind.

Parlamon ist von einer Vielzahl von Hierarchien geprägt. Um die religiöse Kontrolle des Stadtgebiets konkurrieren die Hierarchie Nordparlamon, das Haus der Götter und der Südschrein. Auch Lewasforst und Westerhain sind in Bezug auf die Grenzen ihrer jeweiligen Jurisdiktionen und genauen Grenzverläufe oft uneins. Lediglich die Hierarchie ist mit den Umlanden östlich des Flusses Fiendel in seiner Kontrolle unbestritten. Inhaltlich können sich die Kleriker und Klerikerinnen vor allem auf die Wichtigkeit des Handels einigen. Über das Hierarchion des Hauses der Götter, das eine besondere Stellung unter den Tempelprovinzen einnimmt, gehen von Parlamon wichtige Impulse in die anderen Hierarchien aus.