Haus der Götter: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 19. Juni 2024, 13:50 Uhr
| Ort | Parlamon |
| Land | Wehseland |
GESCHICHTE
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| Widmung | Den Ursprünglichen und allen Gottheiten |
| Bauzeit | 1 nGW bis 65 nGW |
| Bauherr oder Bauherrin | Heilgard die Ältere (1-35 nGW), Heilgard die Jüngere (35-59 nGW), Reimar von Oswichen (59-65 nGW) |
BAULICHE MERKMALE
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| Länge | 163m |
| Breite | 194m |
| Höhe | 182m |
| Anzahl der Türme | 6 |
VERWALTUNG
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| Hierarchin | Adalwif von Moule |
| Didaktus | Ebroin der Halbling |
| Custodia | Rainilda von der Wacht |
Das Haus der Götter ist der älteste Sakralbau des Wehselands. Sein Bau begann kurz nach der Gründung des Königreichs und es entwickelte sich seither zum religiösen Zentrum des wehseländischen Klerus.
Geschichte
Die Idee eines Tempels, der allen Gottheiten gewidmet sein soll, ist eine alte Idee. Bereits in der alten Heimat gab es ein solches Monument, welches ein Überrest aus noch viel älteren Zeiten war. Beim Haus der Götter jedoch entschied der wehseländische Klerus im Einklang mit dem Volk aktiv, welche Götter Einzug erhalten würden und welche nicht. Sei es, weil sie mit dem Exodus aus dem Westen abgelegt worden waren oder weil sie ihre Nichtzuständigkeit für das wehseländische Volk erklärt hatten.
Die Vorbereitungen und Konzile über die genaue Konstellation des Pantheons dauerten nach der Gründung Parlamons etwa ein halbes Jahr. Im Zuge der Beratung waren alle Hohepriester und -priesterinnen, führende Schriftgelehrte, Stiftvorsteher und -vorsteherinnen und alle weiteren religiösen Autoritäten des Landes geladen worden. Auch das Kloster der drei Ursprünglichen entsandte seine zu diesem Zeitpunkt amtierende Vorsteherin Linda Birkenkranz, um die Verehrung der Ursprünglichen zu erwirken. Sie erhielt keine Stimme auf dem Konzil, da nur die Kleriker und Klerikerinnen als Gäste geladen waren, jedoch wurde ihr Rat einbezogen in die Überlegungen und die drei Ursprünglichen erhielten Einzug ins Haus der Götter.
Neben den religiösen Überlegungen war die Finanzierung des Hauses der Götter beim Konzil diskutiert worden. Es wurden alle Adligen und reichen Kaufleute aufgerufen, ein Zehntel ihrer mitgebrachten Reichtümer zu spenden, um aus dem eingeschmolzenen Gold und Silber und den Edelsteinen die Schreine der Gottheiten fertigen zu können. Zudem wurde um die Bereitstellung von Material wie Handwerksleuten gebeten, wovon die Herzogtümer Silberstein, Aldenburg, Blômetal und Klingenfurth nur mäßig begeistert waren, standen sie doch selbst vor der Aufgabe, ihre neuen Gebiete zu besiedeln. Dennoch kamen immer wieder Gesandtschaften, um den Bau zu unterstützen.
Nicht zuletzt aufgrund der Mängel an Personal und Rohstoffen sollten über 50 Jahre vergehen, bevor das Haus der Götter fertigstellt wurde. Die Einweihung des Heiligtums erfolgte bereits unter Heilgard der Jüngeren, die den Kuppelbau samt Innenausstattung fertigstellte. Doch erst Reimar, der Enkel der ursprünglichen Bauherrin, konnte die letzten Räumlichkeiten im Unterbau fertigstellen.
Architektur
Die architektonischen Ursprünge dieser baulichen Meisterleistung liegen im Stil der alten Heimat im Westen. Bereits während der großen Wanderung haben die Baumeister und -meisterinnen des künftigen Wehselands eifrig überlegt, auf welche Weise den Göttern und Göttinnen angemessen gehuldigt werden sollte. Dabei haben sie unter Mithilfe des Klerus die wichtigsten Götter und Göttinnen konsultiert: Hamrad, Gott des Handwerks, Hami, Gott der Steinmetzkunst, Alydia, Göttin der schönen Künste, Ishtus, Gott der Auseinandersetzung und Fegura, die Göttin der Schönheit.
Sie orientierten sich am so genannten alten Stil aus der Heimat, der nur noch in Form jahrhunderte alter Ruinen existierte. Dessen Säulen und Arkaden kombinierten sie mit in den Himmel gerichteten Stützsäulen, um die Verehrung Siryas und des Turhus zu betonen, die ja Tag und Nacht am Himmelsgewölbe standen.
Herz des Tempels ist ein beeindruckender doppelstöckiger Rundbau aus poliertem, gelblich-beigem Stein. Auf ihm ruht die größte Kuppel, die dem Wehseland bekannt ist. Die abschließenden Einfälle, wie die Kuppel zu fertigen sei, kamen Heilgard der Jüngeren im Zusammenspiel mit Hamrad und Hami.
Im inneren befinden sich insgesamt 342 in die Wand eingelassene Nischen, in denen Schreine für alle wehseländischen Götter und Göttinnen aufgebaut sind. Auf jeder Etage sind drei Reihen übereinander mit jeweils 57 Nischen. Die Altvorderen sind auf neun Altären dargestellt, die sich auf dem halben Radius befinden. Die drei Ursprünglichen sind ebenfalls dargestellt: Ein Bodenmosaik stellt Jords Verbindung zum Erdreich dar, eine gläserne Skulptur hält den Nachhimmel und Mond und damit Turhus fest und eine Deckenmalerei deutet mit einer Darstellung des Himmels bei Tag und der Sonne Siryas Präsenz an.
Die Ausgestaltung der jeweiligen Nischen haben die Bauherren und -damen mit dem jeweiligen Klerus absprechen müssen. Es stellte eine große Herausforderung dar, Steinmetze und -metzinnen zu finden, die auf Anweisung der Priester und Priesterinnen des Shmuul einen Altar fertigen würden in Form eines menschlichen Gesäßes. Diese und ähnliche Komplikationen verzögerten den Bau des Tempels zusätzlich.
Um den Kuppelbau zu betreten, müssen Gläubige das Erdgeschoss des Hauses durchschreiten. Dieser ist im sechseckigen Grundgebäude untergebracht, auf dem das Herz des Tempels ruht. Neben den administrativen Räumlichkeiten, Lagern und Werkstätten sind hier Kammern für das stille Gebet, für Opferrituale, für Festessen und für das Studium der Schriften untergebracht.
Religiöse Bedeutung
Vor allen anderen Tempeln, Schreinen, Hainen, Kapellen und Klostern gilt das Haus der Götter als wichtigstes religiöses Zentrum im Wehseland. Der Klerus empfiehlt allen Gläubigen, den Tempel Zeit ihres Lebens einmal zu besuchen. Dies richtet sich aus praktischen Gründen vor allem an die Adligen, Kleriker und Klerikerinnen sowie die Bevölkerung Parlamons. Niemand würde dies von der bäuerlichen Bevölkerung zwingend erwarten.
Mit dem Besuch des Heiligtums wird erwartet, dass Leute eine standesgemäße Spende entrichten, um den Erhalt des Tempels zu gewährleisten. Außerdem erhält das Haus der Götter ein Hundertstel der Spenden und sonstigen Einnahmen aller Kloster, Stifte, Tempel, Schreine, Haine, Kapellen und ähnlichr Orte. Mit den daraus generierten Mitteln betreibt der Klerus des Wehselandes seine Studien, fördert die Universität zu Parlamon und das Kloster der drei Ursprünglichen oder übt sich in Wohltätigkeit. Auch die Ausrichtung religiöser Festlichkeiten in der Hauptstadt werden mit diesen Geldmitteln finanziert.
Das Haus der Götter ist auch eine soziale Einrichtung. Während von Reichen Spenden erwartet werden, ist der Aufenthalt den ärmsten der Armen kostenfrei gestattet. Es gibt Ruheräume, kostenfreie Mahlzeiten und ärztliche Verpflegung in vielen Räumen. Weil der Bedarf groß und das Angebot klein ist, gibt es ein ausgeklügeltes System um Missbrauch zu verhindern. Wer Leistungen im Haus der Götter bezieht, bekommt ein für einige Tage abwaschfestes Zeichen auf ein Körperteil unter der Kleidung gemalt. Die Zeichen wechseln täglich.